Sei Weite!

Du bist Weite. Stelle Dich auf einen hohen Berg und schaue in die Weite. Fliege in einem Flugzeug und schaue in die Weite. Schließe Deine Augen und schaue in die Weite. Du bist Weite. Um wahrzunehmen, wer Du wirklich bist, solltest Du die Weite in Dir sehen und spüren können. Diese Weite in Dir hat nicht nur eine räumliche Dimension, sondern auch eine zeitliche. Der Raum in Dir ist weit und auch die Zeit in Dir ist weit.

In dem Moment, in dem Du auf einem Berg in die Weite schaust, kannst Du Dich mit Deiner inneren Weite verbinden. Ein anderes Wort für Weite ist Freiheit. Glaube mir, wenn Du Dich nicht frei fühlst, liegt es daran, dass Du an die Enge glaubst. Glaube nicht an die Enge, sie ist eine Illusion, glaube an die Weite, sie ist Deine wahre Natur. Du bist Weite.

Immer dann, wenn Du Enge fühlst, dann solltest Du anfangen nach der Weite zu suchen, manchmal kann es auch bedeuten, das Weite zu suchen. Wir Menschen lieben die Enge, sie scheint uns eine Art Halt zu geben. Schließlich kommen wir ja alle aus der Enge des Uterus.

Wenn es eng wird, sei weit. Wenn Deine Gedanken sich eng um ein Problem schlingen, löse sie und lasse sie wieder weit werden. Lasse sie hinaus in die Weite, dort gibt es viele Lösungen. Lasse Dich weit werden. Die Weite und die Liebe sind sich sehr nahe. Frage Dich, ist die Liebe in Wahrheit nicht Weite? Wenn die Liebe eng geworden ist, dann hat sie die Freiheit verloren. Wenn sie eng geworden ist, dann sieht sie nichts mehr. Sie hat ihre Vision verloren.

Sei weit in der Liebe. Wenn Du sprichst, dann sei weit. Wenn Du fühlst, dann sei weit. Sei weitherzig nicht engherzig. Atme Weite, nicht Enge. Du bist ein Kind der Weite, auch wenn Du einmal durch ein enges Tor gegangen bist, um in diese Welt zu kommen. Schaue manchmal in die Weite des Sternenhimmels und erinnere Dich an Deine Herkunft. Du kamst aus der Weite. Du bist ein Kind der Weite, ein Kind der Liebe, ein Kind der Freiheit.

Und wenn es morgen wieder eng wird. Wenn sich im Verkehr wieder alles dicht aneinander drängt, wenn die Zeit eng wird, wenn die Meinungen wieder so eng sind, dass es Dir den Atem zuschnürt, dann schaue durch diese Enge hindurch in die Weite. Schaue durch die Wände und Decke Deines Büros hinauf zum Sternenhimmel und sei diese Weite. Und wenn Deine Zeit wieder knapp und eng wird, dass Du kaum mehr Platz hast Dich zu bewegen, dann schaue weit zurück in die vergangene Ewigkeit, aus der Du gekommen bist und schaue weit nach vorne in die zukünfige Ewigkeit, in die Du eingehen wirst. Wenn Du weit genug schaust, dann wirst Du sehen, dass diese beiden Ewigkeiten sich berühren. Sie berühren sich an einem Ort unendlicher Weite und in einer Zeit unendlicher Weite. Sie berühren sich im Hier und Jetzt.

Du bist Weite, hier und jetzt!

Kommentare

Beliebte Posts