Dein Gehirn ist nicht Dein Verstand

Unser Gehirn ist ein Supercomputer. Er ist die Hardware. Auf dieser Hardware laufen verschiedene Programme, die wir benutzen können. Eines davon ist unser Verstand. Unser Verstand ist ein Softwareprogramm, welches unser Gehirn den Supercomputer nutzt, das ist aber bei weitem nicht das einzige Programm, welches wir benutzen können und benutzen.

Unser Bewusstsein stammt nicht aus unserem Gehirn. Unser Bewusstsein benutzt unser Gehirn um dieser Ebene der Existenz zu existieren. Es ist ein mächtiges Werkzeug, möglicher Weise das mächtigste in unserem Universum. Unser Gehirn kann sich seiner selbst nicht bewusst sein, nur wir können es. Obwohl wir dazu das Gehirn benutzen, verursacht unser Gehirn nicht unser Bewusstsein.

Unser Gehirn ist ein Werkzeug zur Manifestation unserer Ideen und Gedanken. Diese Ideen werden erschaffen, sie entstammen dem Nichts bzw. Formlosen und erhalten durch unseren Schöpferakt eine Form. Eine Idee, ein Gedanke erhält eine Form dadurch, dass wir sie denken. Sie entstammen dem Formlosen. Wir selbst sind das Formlose, durch unseren Willen erschaffen wir die Form.  Die Form ist Schwingung, ist Energie. Sie beeinflusst und formt bestehende Formen.

Unsere Gedanken beeinflussen das Geformte. Alles was in diesem Universum existiert hat Form. Alle Formen stehen miteinander in Verbindung und beeinflussen sich gegenseitig. Eine neue Idee verändert die Welt. Die Idee entstammt dem Nichts, dem Formlosen. Wenn wir etwas denken, erschaffen wir aus dem Nichts. Nur etwa 5% unserer Gedanken von heute sind neu, alle anderen sind Wiederholungen.

Dieser Wiederholungen bedient sich unser Verstand, um seine vertraute Welt wieder zu erschaffen. Oft Gedachte Gedanken, erzeugen oft gefühlte Gefühle, erzeugen oft gemachte Entscheidungen, erschaffen unser Persönlichkeit und damit unsere persönliche Wirklichkeit. Wir sind, was wir denken, sagte schon Buddha.

Doch wenn wir nicht denken, wer sind wir dann. Nun ganz einfach, dann sind wir. Aber wir haben keine Persönlichkeit. Wir sind formlos. Um neue Formen zu erschaffen, um uns neu zu erfinden, müssen wir formlos sein. Wir müssen unsere alte Persönlichkeit loslassen, wir müssen nicht jemand, sondern ein Niemand sein, um uns verändern zu können.

Unsere persönliche Realität spiegelt unsere Persönlichkeit wieder. Wenn wir uns eine neue Realität wünschen, dann müssen wir uns von unserer Persönlichkeit verabschieden. Als der Alte kommen wir nicht ins Neue. Das Neue beginnt mit neuen Informationen und neuen Gedanken, die zu neuen Gefühlen und besonders zu neuen Entscheidungen führen. Unser Verstand liebt die alten Gedanken, mit den Neuen tut er sich schwer. Er glaubt schnell, dass sie falsch sind, nur weil er sie nicht kennt.

Um neue Gedanken zu erschaffen, müssen wir unseren Geist von den alten Gedanken freimachen. Wie geht das? Nun unser Supercomputer ist wirklich klasse, denn wir können mit ihm nicht nur wunderbar denken, sondern auch unser Denken beobachten. Wir können uns Fragen zu unseren Gedanken stellen. Wir können bemerken, dass wir bestimmte Gedanken immer wieder denken. Wir können sogar nicht-denken. Dadurch entsteht Raum für das Neue und der Wandel wird Realität.

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