Gegenwart
Unsere Sprache kennt verschiedene Zeiten, eine davon ist die Gegenwart. Wenn wir etwas beschreiben, das wir gerade tun, verwenden wir die Gegenwart. Ich schreibe z.B. gerade diesen Text. Du, der Du diesen Text liest, wirst dies vom Zeitpunkt meines Schreibens in der Zukunft tun. Wenn Du ihn lesen wirst, liegt mein Schreiben-des-Textes in der Vergangenheit, Dein Lesen liegt aber in der Gegenwart.
Trotzdem kommt es Dir vielleicht so vor, als würden diese Worte, die ich gerade schreibe, genau in diesem Moment von mir zu dir kommen. Es ist beinahe so, als würden sich unsere zwei Gegenwarten verbinden. Ich schreibe jetzt und Du liest jetzt. Ich stelle mir gerade vor, wie Du liest, was ich schreibe und Du stellst Dir vielleicht vor, wie ich gerade schreibe, was Du liest. In Deiner Vorstellung erschaffst Du mich und in meiner Vorstellung erschaffe ich Dich.
Wenn Du an etwas denkst, das in der Vergangenheit liegt, erschaffst Du eine Vorstellung davon in Deinem Geist und holst es damit in Deine Gegenwart. Denken ist nichts anderes, als Vorstellungen von vergangenen Erfahrungen in Deinem Geist. Du kannst nichts denken, was Du nicht erfahren hast. Denken bezieht sich immer auf vergangene Erfahrungen. Es ist eine Illusion, dass Du mit Deinem Denken in der Gegenwart sein kannst. Alles was Du denken willst, muss schon vergangen sein oder anders ausgedrückt, muss schon eine Erfahrung sein. Denken ist eine Wiederholung Deiner Erfahrungen im Geiste.
Was vergangen ist, ist nicht in der Gegenwart. Deine Erfahrungen selbst sind in der Gegenwart. Dein auf Deine Erfahrungen gegründetes Denken ist in der Vergangenheit. Du kannst Dich nicht in die Gegenwart denken. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn Dein Denken ist nicht dazu gemacht, um in der Gegenwart zu sein. Du bist aber ständig in der Gegenwart, wo solltest Du oder wann solltest Du sonst sein. Die Frage ist nur, bekommst Du es mit, dass Du in der Gegenwart bist?
Die Antwort ist, wenn Du denkst, bekommst Du es nicht mit. Denn, wenn Du denkst, bist Du in Deiner Vorstellung von der Gegenwart, die aber auf Deinen vergangenen Erfahrungen beruht, nicht jedoch in der Gegenwart, die ja nur aus der gegenwärtigen Erfahrung besteht, nicht aber aus einer vergangenen Erfahrung.
Wenn Du nicht denkst, kannst Du dein Bewusstsein darauf richten, was gerade geschieht. Du machst eine direkte Erfahrung, wenn Du nicht gleichzeitig denkst. Entscheidend ist, wo Deine Aufmerksamkeit liegt, d. h. worauf Du Dein Bewusstsein richtest. Wenn Du die Gegenwart erfahren willst, dann lenke Deine Aufmerksamkeit von Deinen Gedanken weg, auf das was Du gerade empfindest, wahrnimmst oder tust und genieße den Moment.
Ich freue mich sehr über Deinen Kommentar. Klicke auf Kommentare unter diesem Text und schreibe im Kommentarfeld, was Du mir oder anderen Lesern mitteilen möchstest oder Deine Fragen an mich. Vielen Dank für Deinen Beitrag.
Trotzdem kommt es Dir vielleicht so vor, als würden diese Worte, die ich gerade schreibe, genau in diesem Moment von mir zu dir kommen. Es ist beinahe so, als würden sich unsere zwei Gegenwarten verbinden. Ich schreibe jetzt und Du liest jetzt. Ich stelle mir gerade vor, wie Du liest, was ich schreibe und Du stellst Dir vielleicht vor, wie ich gerade schreibe, was Du liest. In Deiner Vorstellung erschaffst Du mich und in meiner Vorstellung erschaffe ich Dich.
Wenn Du an etwas denkst, das in der Vergangenheit liegt, erschaffst Du eine Vorstellung davon in Deinem Geist und holst es damit in Deine Gegenwart. Denken ist nichts anderes, als Vorstellungen von vergangenen Erfahrungen in Deinem Geist. Du kannst nichts denken, was Du nicht erfahren hast. Denken bezieht sich immer auf vergangene Erfahrungen. Es ist eine Illusion, dass Du mit Deinem Denken in der Gegenwart sein kannst. Alles was Du denken willst, muss schon vergangen sein oder anders ausgedrückt, muss schon eine Erfahrung sein. Denken ist eine Wiederholung Deiner Erfahrungen im Geiste.
Was vergangen ist, ist nicht in der Gegenwart. Deine Erfahrungen selbst sind in der Gegenwart. Dein auf Deine Erfahrungen gegründetes Denken ist in der Vergangenheit. Du kannst Dich nicht in die Gegenwart denken. Das ist auch nicht weiter schlimm, denn Dein Denken ist nicht dazu gemacht, um in der Gegenwart zu sein. Du bist aber ständig in der Gegenwart, wo solltest Du oder wann solltest Du sonst sein. Die Frage ist nur, bekommst Du es mit, dass Du in der Gegenwart bist?
Die Antwort ist, wenn Du denkst, bekommst Du es nicht mit. Denn, wenn Du denkst, bist Du in Deiner Vorstellung von der Gegenwart, die aber auf Deinen vergangenen Erfahrungen beruht, nicht jedoch in der Gegenwart, die ja nur aus der gegenwärtigen Erfahrung besteht, nicht aber aus einer vergangenen Erfahrung.
Wenn Du nicht denkst, kannst Du dein Bewusstsein darauf richten, was gerade geschieht. Du machst eine direkte Erfahrung, wenn Du nicht gleichzeitig denkst. Entscheidend ist, wo Deine Aufmerksamkeit liegt, d. h. worauf Du Dein Bewusstsein richtest. Wenn Du die Gegenwart erfahren willst, dann lenke Deine Aufmerksamkeit von Deinen Gedanken weg, auf das was Du gerade empfindest, wahrnimmst oder tust und genieße den Moment.
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